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Berichte 2018

Machtvoller Männerchorgesang zum 125-jährigen Bestehen des Kirchenchors St. Jakobus
„Deutsche Messe“ brachte mit unvergänglichen Melodien tiefe Aussagen über das Christsein vor Gott zum Ausdruck
Text: Schifferstadter Tagblatt, 28. Juni 2018

Schifferstadt (ise). Machtvoller Männerchorgesang erklang am Samstagnachmittag im Gottes-dienst in der St. Jakobuskirche. Denn anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Kirchenchors St. Jakobus führte der Schifferstadter Männerchor, bestehend aus den MGVs 1854, Concordia und Klein-Schifferstadt, sowie den Sängern des Kirchenchors unter Leitung von Dekanatskantor Georg Treuheit die bekannte „Deutsche Messe“ von Franz Schubert auf, deren ursprünglicher Titel „Gesänge zur Feier des Heiligen Opfers der Messe“ ist. Den Instrumentalpart mit zwei Hörnern, zwei Posaunen und Pauken hatten Mitglieder der Staatsphilharmonie und des Nationaltheaters Mannheim übernommen, an der Orgel musizierte Christoph Baum, am E-Piano Pedro F. Lechner.
„Ich freue mich, dass wir dieses Jubiläum in diesem Gottesdienst, am Vorabend des Heiligen Johannes des Täufers und Vorläufer Jesu, begehen können“, hob Pfarrer Dr. Georg Müller zu Beginn hervor.
„Der Ursprung der deutschen Messe liegt in den Bemühungen um eine deutschsprachige Feier der Messe während der Aufklä-rungszeit“, erklärte er in seiner Predigt, So sei im Jahre 1777 in Landshut ein Gebets- und Gesangbuch „Der heilige Gesang zum Gottesdienst in der römisch-katholischen Kirche“ erschienen, das die Liturgie in deutscher Sprache verbreitete. Der Text dieser Lieder sei vom Geist der Aufklärung geprägt und in der Folgezeit zum liturgischen Gemeingut geworden. Die berühmteste deutsche Messe aus dem 19. Jahrhundert sei die Deutsche Messe von Franz Schubert aus dem Jahre 1826, die in romantischer Weise die Gefühle der Mitfeiernden ansprechen soll.
Schubert stützte sich dabei zudem eindeutig auf das Vorbild des „Deutschen Hochamtes“ von Michael Haydn, eines Kompo-nisten, den er sehr schätzte. „Während die lateinischen Texte des katholischen Ritus großteils den Lobpreis Gottes in den Mittelpunkt stellt, rücken die Texte der Deutschen Messe eher den Menschen mit seinen irdischen Sorgen und Nöten ins Blickfeld und sollen auch als Messan-dachten dienen“, erklärte er. „Und doch kommen hier, verbunden mit den unvergänglichen Melodien von Schubert, tiefe Aussagen über unser Christsein vor Gott zum Ausdruck oder dessen, was wir hier feiern“, fügte er hinzu. In diesem Kontext ging er auf die einzelnen Abschnitte der Messe ein, die er liturgisch erläuterte.
Die praktische Umsetzung hierzu übernahm der stimmgewaltige Männerchor, dem eine prächtige und ausdrucksstarke Wiedergabe dieses populären Werkes mit viel Strahlkraft gelang. Die Deutsche Messe ist von schlicht-eingängiger Melodik, gleichmäßiger Rhythmik und viel Harmonik geprägt Der stimmlich ausgewogene Männerchor sang die einzelnen Messeteile deshalb ihrem Charakter entsprechend Innig und ergreifend aber auch leidenschaftlich und mächtig. Dekantatskantor Georg Treuheit begeisterte zudem auch als Solist in dem bekannten Hymnus „Panis Angelicus“ von César Franck, das durch eine ganz besondere liedhafte Innigkeit faszinierte.

Musikalisches Geburtstagsgeschenk

Nach dem Gottesdienst gratulierte der Männerchor dem Kirchenchor St. Jakobus noch mit einem kleinen Konzert, in dem berühmte „Klassiker“ der geistlichen Männerchor-Literatur zu hören waren. Die Leitung oblag Pedro F. Lechner. Wie in der Messe zuvor gestalteten sie auch das Konzert mit spürbarer Sangesfreude. So imponierten sie mit „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ von Wolfgang Amadeus Mozart, mit dem „Ave Verum“ von Thomas von Aquin, „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven, „Jauchzet, jauchzet dem Herrn“ von Friedrich Silcher und dem bekannten feierlichen Chor „Jerusalem, die Heilige Stadt“, in dem Hermann Magin als Solist beeindruckte.
Mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen dankten die Zuhörenden dem Männerchor für die Darbietungen. Die Sänger ihrerseits revanchierten sich mit der Zugabe des Liedes „Oh Herr, welch ein Abend“ von Otto Groll, in dem Wolfgang Raschke als Solist herausragte.
Die „Deutsche Messe“ von Schubert und das kurze Konzert wird außerdem in dieser Zusammensetzung am Sonntag, 9. September, 10 Uhr, im Gottesdienst im Dom zu Speyer aufgeführt.

 

Der Sonntag hat alle Erwartungen übertroffen
Erfolgreiches Waldfest des MGV Concordia mit musikalischen und kulinarischen Akzenten
Text: Schifferstadter Tagblatt, 16. Juni 2018

Nachdem der MGV Concordia im letzten Jahr anstelle eines Waldfestes ein Oktoberfest veranstaltete, lud die Vereinsfamilie am vergangenen Wochenende wieder zu einem Waldfest ein. Erstmals spielte Alleinunterhalter Robert Köhler bereits am Samstagabend zur Unterhaltung auf und sorgte dafür, dass sich bald die Tanzfläche füllte. „Was aber am Samstagabend besuchsmäßig, bedingt durch die Hitze, etwas zögerlich begann, wurde am Sonntag mit einer großen Besucherresonanz übertroffen“, zog die 1. Vorsitzende des MGV Concordia, Martina Fiolka-Zimmermann, am Sonntagabend die erfreuliche Bilanz. Wesentlich dazu beigetragen haben auch die Bruder- und befreundeten Gesangsvereine. Denn zu Gast waren am Sonntag der Schifferstadter Männerchor und Leitung von Pedro F. Lechner, der Frauenchor des MGV „Klein-Schifferstadt“ unter Leitung von Andreas Luca Beraldo, die MGV Eintracht-Gesangsgruppe „DoHorschEmol“ unter Leitung von Volker Mehler, die Sängervereinigung Hassloch „Klangfarben“ und der gemischte Chor des Gesangsvereins 1857 Lachen e.V., beide unter Leitung von Bernd Camin. Diese Chöre unterhielten bis gegen 15 Uhr jeweils mit einem buntgemischten, modernen und traditionellem Liedgut die zahlreichen Gäste, denn die Waldfesthalle und auch die Plätze im Außenbereich waren alle besetzt.
Doch nicht nur das vielfältige musikalische Angebot konnte sich sehen lassen sondern auch die kulinarische Seite war bestens ausgestattet, an dem sich die zahlreichen Waldfestbesucher laben konnten. Neben zahlreichen Pfälzer Spezialitäten, den obligatorischen "Pommes mit Ketchup", dem stets beliebten "Handkäs' mit/ohne Musik", Steaks, Bratwürsten, Servelats und Wurstsalat mit Pommes fand besonders das Sonntagsmenü, leckerer Schweinenackenbraten mit Knödel und Salat viele Abnehmer und war nach der Mittagsessenszeit ausverkauft. Auch das äußerst reichhaltige Kuchenbuffet, das die Sängerinnen, Sängerfrauen und passiven Mitglieder der Vereinsfamilie an beiden Tagen mit leckeren selbstgebackenen Kuchen und Torten bestückt hatten, kam bestens an und war am späten Sonntagnachmittag ausverkauft. Für einen reibungslosen Ablauf an beiden Tagen sowie beim Auf- und Abbau sorgten "vor und hinter den Kulissen" ein eingespieltes gutes Team von etwa. 80 Helferinnen und Helfern der aktiven und passiven Vereinsfamilie, denen Monika Fiolka-Zimmermann ein herzliches Dankeschön aussprach. Mit in ihren Dank bezog sie ebenfalls die fleißigen Bäckerinnen mit ein, die das Kuchenbuffet bereicherten.

Doch auch nach dem zweitägigen Waldfest stehen weitere Aktivitäten und musikalische Veranstaltungen an. So wird unter anderem der Schifferstadter Männerchor, dem auch der MGV Concordia angehört, anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Kirchenchors St. Jakobus gemeinsam mit deren Männerstimmen am Samstag, 23. Juni, ab 16 Uhr, in der Vorabendmesse die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert aufführen und anschließend ein kleines Konzert geben. Ebenso wird er am Sonntag, 22. Juli, das Frühschoppenkonzert beim Waldfest des MGV „Klein-Schifferstadt“ mitgestalten. Der moderne Chor „Cantiamo“ unter Leitung von Sarah Hickethier wird am Samstag, 25. August, bei der „Liedernacht der modernen Chöre des Förderverein des MGV 1854 teilnehmen. Am Samstag, 1. September, führt ein Tagesausflug nach Colmar und am Samstag, 15. September steht ein „Tag der offenen Tür“ mit allerhand Überraschungen an. Am Freitag, 26. Oktober findet die traditionelle Mitgliederehrung im Vereinsheim statt und am Sonntag, 4. November in der Leichenhalle am Waldfriedhof ein Totengedenken, musikalisch gestaltet vom Schifferstadter Männerchor unter Leitung von Pedro F. Lechner. Bei einer Weihnachtsfeier am Sonntag, 9. Dezember, werden die musikalischen Aktivitäten des MGV Concordia im Pfarrzentrum St. Jakobus besinnlich ausklingen.

 

Gut funktionierendes Vereinsleben
MGV CONCORDIA Neuwahlen, Berichte über Aktivitäten und Wunsch nach neuen aktiven Mitgliedern
Text: Schifferstadter Tagblatt, 24. März 2018

Am Dienstagabend hat für Martina Fiolka-Zimmermann das fünfte Jahr ihrer Amtszeit als 1. Vorsitzende des MGV Concordia begonnen. Das ist das Ergebnis der Neuwahlen in deren Jahreshauptversammlung, die am Dienstagabend im Sängerheim stattfand. Ihr zur Seite stehen weiterhin Traudel Schäfer (2. Vorsitzende), Georg Friedrich (Schriftführer), Jürgen Schmurr (1. Kassierer), Sieglinde Walter (2. Kassiererin), Ferdinand Bund (Pressewart), Peter Würtz (Protokollführer), Karl Walter (Bibliothekar Männerchor), Sieglinde Walter (Bibliothekarin Frauenchor) und Helmut Schießl (Bibliothekar moderner Chor „Cantiamo“). Das Organisationsteam besteht nun aus Martina Huber, Beate Keller,
Matthias Mayer und Helmut Schießl. Aktive Beisitzer sind Petra Strehl, Karl Walter, Lothar Welte und Tanja Zeißig, passive Beisitzer sind Ralf Berkel und Georg Nessel. Kassenrevisoren bleiben Hans Schneider, Herbert Schneider und Wolfgang Raschke.

In ihrem Geschäftsbericht ging Martina Fiolka-Zimmermann auf die zahlreichen Arbeitseinsätze rund um das Vereinsheim und die vielfältigen Aktivitäten des abgelaufenen Vereinsjahres ein, was zeige, dass der Verein immer noch gut funktioniere. Es waren 14 Veranstaltungen, eine mehrtägige Reise, vier Auftritte des Frauenchors, fünf Auftritte des modernen Chors „Cantiamo“ und einige Auftritte des Männerchors. „Besonders zu erwähnen ist das erste selbstständige Konzert von Cantiamo mit 'The Chambers', den Solo-Virtuosen der jungen Philharmonie Köln“, so die 1. Vorsitzende.

Durch den Zusammenschluss der Sänger des MGV Concordia, MGV 1854 und einigen Sängern vom MGV „Klein-Schifferstadt“ habe sich erfreulicherweise wieder ein stattlicher Männerchor gebildet. Dennoch bleibe jeder Sänger nach wie vor bei seinem Verein und auch die drei Männerchöre seien weiterhin beim Chorverband gemeldet, wies sie darauf hin. Die gemeinsame Singgemeinschaft wachse mittlerweile gut zusammen und das Miteinander verlaufe sehr harmonisch.

Momentan werde noch einen Monat montags und einen Monat mittwochs geprobt,
wobei man sich im Laufe des Jahres auf einen Tag einigen sollte. Natürlich würde sich der Männerchor auch weiterhin über neue Sänger freuen; Verstärkung wünsche sich auch „Cantiamo“ und der Frauenchor.

Im letzten Jahr mussten aber auch einige Neuanschaffungen und Reparaturen getätigt werden. So habe es in der Vereinsgaststätte eine neue Bestuhlung und neue Tische gegeben, die dortige Kühlanlage musste repariert und eine neue Pumpe zur Bewässerung der Außenanlage gekauft werden. „Es wurde auch eine neue Eingangstür bestellt, da die bisherige durch den Einbruch im letzten Jahr beschädigt wurde und eine Reparatur unwirtschaftlich wäre“, fügte sie hinzu.

In ihrem Ausblick erwähnte sie unter anderem die Maiwanderung am 30. April, die Vatertags-Radtour am 10. Mai und das Rettichfestsingen am 3. Juni. Das erste gemeinsame Ziel des Schifferstadter Männerchors werde gemeinsam mit Sängern
des Kirchenchors St. Jakobus am 23. Juni die Aufführung der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert mit anschließendem kleinen Konzert in der St. Jakobuskirche
sein. Anlass ist das 125-jährige Jubiläum des Kirchenchors. Am Wochenende des 9. und 10. Juni findet das Waldfest statt, am 25. August die Beteiligung an der „Nacht
der modernen Chöre“ des MGV 1854 und am 1. September ein Tagesausflug nach Colmar. Am 15. September ist ein Vereins-Event in Form eines „Tages der offenen Tür“ oder des „offenen Gesangs“ geplant. Mitgliederehrungen sind am 26. Oktober
vorgesehen, das Totengedenken am 4. November und die Weihnachtsfeier am
9. Dezember. Natürlich werden auch die Waldfeste der Brudervereine wieder besucht.

Außerdem wurde beschlossen, wegen steigender Betriebskosten und sinkender Mitgliederzahlen nach acht Jahren die Mitgliedsbeiträge ab 2018 zu erhöhen.
Diese betragen für aktive Sängerinnen und Sänger 35 Euro und für fördernde Mitglieder 25 Euro.

Ein Blick in die Vereinsstatistik wies aus, dass der MGV Concordia aus 331 Mitgliedern besteht, darunter 25 Sängerinnen im Frauenchor, 27 Aktive im
Männerchor sowie 35 Sängerinnen und Sänger im modernen Chor „Cantiamo“ (davon zehn Sängerinnen und Sänger, die auch in den anderen Chorgattungen
singen).

Neue Wege möchte Chorleiterin Sarah Hickethier einschlagen. Denn der Frauenchor sei in den einzelnen Stimmen zur Zeit sehr ausgedünnt. Deshalb werde sich zunächst das Repertoire ändern, unter anderem mit zweistimmigem Gesang, verriet sie vorab. Der moderne Chor „Cantiamo“ entwickle sich stets weiter, auch wenn manche Herausforderungen im Chor erstmals etwas skeptisch begrüßt werden. Dennoch lohne sich das Ganze, da der Chor junge Menschen zum Mitsingen begeistern wolle.

Ein Grußwort kam auch von Pedro F. Lechner, dem Chorleiter des Schifferstadter Männerchors, der sich über die offene Bereitschaft des MGV Concordia freute, den Männerchorgesang als wesentliches Kulturgut für Schifferstadt, zu erhalten und einen gemeinsamen Männerchor mit zu gründen. Das Ergebnis könne sich inzwischen sehen und bald hören lassen.

 

Eine närrische Zeitreise beim MGV Concordia
Faschingsparty mit hervorragendem, abwechslungsreichen Programm
Text: Georg Friedrich

Diese Affenbande macht Stimmung! (Bild: Edwin Walter)

Die Mitglieder und Freunde des MGV Concordia e.V. waren wieder in bester Stimmung bei der traditionellen Faschingsveranstaltung im Pfarrzentrum St. Jakobus. Bei ihrem fünfstündigen Programm zeigten sich viele Sängerinnen und Sänger von Ihrer närrischen Seite. Das diesjährige Motto lautete „Eine närrische Zeitreise“. Sehr passend und liebevoll mit einer riesigen Uhr und der „Zeitmaschine“ war auch das Bühnenbild gestaltet worden. Nach der „Begrüßung ohne Worte“, per Flipchart, durch die 1. Vorsitzende Martina Fiolka-Zimmermann und Ilona Rauschenberg, übernahm Thomas Rauschenberg die Moderation – nach seiner Premiere im vergangenen Jahr, machte er das wieder ganz hervorragend.
Die KGS Schlotte stattete der Concordia traditionsgemäß einen Besuch ab. Der flotte und sehr genau einstudierte Tanz der „Schlotties“ begeisterte die Gäste. Mit dem von Wilfried Külbs angestimmten und von allen gesungenen Rettichlied wurde die Stimmung schon mal kräftig angeheizt.
Der Dauerbrenner in der Bütt, Helmut Schießl, hatte mit dem „Sprachwissenschaftler“ einen Vortrag dabei, der sich mit der Sprache der jungen Leute befasste, was naturgemäß für die Senioren wie von einem anderen Stern klang.
Dann konnten sich alle von der Gesangs-Qualität der Concordia-Männer (Lothar Welte, Jürgen Schmurr, Helmut Schießl, Ferdinand Bund und Robert Köhler) überzeugen. Unter großem Jubel marschierten sie mit ihrem Vorjahreshit „Der Riesling wird knapp“ aus dem Saal.
Robert Köhler und DJ Matthias Müller heizten mit ihren Schunkel- und Stimmungsliedern zwischen den Vorträgen dem Publikum ein. Die Stimmung war bestens.
Traudel Schäfer und Thomas Rauschenberg sorgten dann mit ihrem Sketsch „Meine Alte“ für allgemeine Erheiterung.
Dann erfolgte der „Überfall“ der Affenbande (Martina Huber, Angelika Schatz, Sabine Sold, Doris Fuchs, Helmut Schießl, Ferdinand Bund, Beate Keller und Anne Höll). Der von Martina Huber einstudierte Tanz, mit herrlichen Kostümen und musikalisch unterlegt mit dem „Hulapalu“, versetzte die Affen und das Publikum gleichermaßen in Ekstase.
Mit einer Büttenrede zum Thema „Nachbarschaft“ wusste der Unterhaltungsprofi Robert Köhler die Narrenschar zu überzeugen – er schaffte es spielend, die Stimmung hoch zu halten.
Eine Modenschau, moderiert von Thomas Rauschenberg, folgte. Martina Huber, Petra Strehl, Sabine Sold und Elke Ammermann hatten nur ein Kleidungsstück, die klassische knöchellange Feinrippunterhose, vorzuführen. Aber das komplette Publikum war sehr überrascht, zu wie vielen Anlässen und in verschiedensten Variationen man sie tragen kann. Ja man kann sie sogar als Beinkleid verwenden.
Die „Concordia-Jugend“ (Petra Strehl, Ilona Rauschenberg, Martina Fiolka-Zimmermann, Martina Huber, Josi Steiger, Jenny Werner, Nicole Hornung, Meggi Friedrich, Dorothé Neukirch und Tanja Zeißig) hatte einen wunderbaren Tanz, angelehnt an das Musical „Sister Act“, unter Leitung von Jenny Werner einstudiert. Es war ein tolles Bild, als die Damen in ihren einheitlichen Nonnenkostümen durch den Saal auf die Bühne geschritten sind. Dort wussten sie mit exakten Bewegungsabläufen zu überzeugen. Einen krassen Unterschied dazu gab es beim Ausmarsch, begleitet von „Hells Bells“ der Rockband ACDC.
Mit ihrem Vortrag „Telefonieren früher“ erheiterte Traudel Schäfer die Gäste. Hier waren dann die älteren Semester im Vorteil – im Gegensatz zur Jugend, wenn von Wählscheibe und Gobelin-Bezug die Rede war.
Danach fühlten sich alle in die Seniorenresidenz versetzt. Es schien, dass sich Traudel Schäfer, Beate Keller, Ines Maier, Petra Strehl, Volker Seitz und Stefanie Friedrich nur dank ihrer Rollatoren auf den Beinen halten konnten. Nicht nur das – sie hatten sogar mit diesen medizinischen Hilfsmitteln einen Tanz einstudiert. Auch hier wussten die Akteure mit ihren Kostümen und exakten Tanzbewegungen zu überzeugen.
Mit der traditionellen Playback-Show (Ilona Rauschenberg, Nicole Hornung, Lothar Welte, Martina Fiolka-Zimmermann, Jürgen Schmurr und Monika Schneider) und mit allen Akteuren auf der Bühne endete der offizielle Teil – natürlich mit dem Dank an diese, und vor allem auch an alle sichtbaren und unsichtbaren Helfer im Hintergrund.
Bewusst wurde in diesem Bericht auf die Hervorhebung einzelnen Programmpunkte verzichtet. Es gab keine herausragenden Höhepunkte. Das ganze Programm war durchweg herausragend und ein einziger Höhepunkt auf gleichbleibendem, hohen Niveau.

 

Musikalischer Hochgenuss mit stilistischer Vielfalt
Text: Schifferstadter Tagblatt, 10. Januar 2018

Bild: Kurt Heberger

Die kulturtreibenden Vereine in Schifferstadt haben Potenzial. Das trugen sie am Sonntagabend in der Aula des Denis-Schulzentrums deutlich und im bemerkenswerten Stil zur Schau. Beim 21. Neujahrskonzert, das von der Kultur- und Sportvereinigung (KuS) ausgerichtet wurde, durften über 500 Zuhörer einem harmonischen Gefüge aus Gesang und Instrumentalmusik lauschen – ein klanglich einwandfreies und nachhallendes Erlebnis.
Ein glückliches Händchen hatten die Veranstalter – hier in erster Linie der Kulturbeauftragte Hermann Magin – wiederum mit der Kombination der Mitwirkenden bewiesen. Der Frauenchor des MGV Concordia, der moderne Chor Da Capo des MGV 1854 und der Musikverein 1974 setzten zwar individuelle Akzente, ergänzten sich aber in bester Weise angesichts der unterschiedlichen Stilrichtungen. Gerade die machten das Neujahrskonzert musikalisch zum Hochgenuss.

Voll und ganz dem deutschen Liedgut verschrieben hat sich der Frauenchor des MGV Concordia.
Abgesehen von Klassikern wie „Mondlicht“ aus dem Musical „Cats“ oder „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus Peter Maffays „Tabaluga“ trauten sich die Damen auch an Kompositionen mit modernem Pfiff heran. Zustimmender Beifall belohnte den Chor für diesen Mut, der die außergewöhnliche Kombinationsnummer von Nostalgiekünstler Max Raabe und der Neuen Deutsche Welle-
Meisterin Annette Humpe, „Für Frauen ist das kein Problem“, prägnant hervorbrachte. Passgenau glückten die akzentuiert von Chorleiterin Sarah Hickethier vorbereiteten Einsätze, bestens verständlich war der wortreiche Text im gesamten Raum, der von der fröhlichen Gute-Laune-Welle mitgerissen wurde.

Während der Frauenchor in der ersten Konzerthälfte gesanglich am Ball war, gestaltete Da Capo die zweite mit einem kontrastreichen Repertoire. Dass die Aktiven nicht nur Sonnenschein in der Seele tragen - wie beim swingend-klingenden „Sunshine in my soul“ im wahren Wortsinn bewiesen wurde -, sondern diesen auch in der Stimme haben, stand schnell außer Frage.
Nicht zuletzt das wohltuend fröhliche Gemüt der Chorleiterin Danai Amann übertrug sich auf die Mitwirkenden, die selbiges postwendend ans Publikum weitergaben. Zu welchen Höchstleistungen Da Capo fähig ist, wurde insbesondere beim Brit-Pop-Song „Fix you“ – im Original von der Band „Coldplay“ - deutlich. Ein grandioser, samtig-weicher Klangteppich legte sich über die Aula, als die Frauen und Männer als wohlklingende Einheit zu sphärischen Tonwellen ansetzten, die über Takte hinweg brillant umgesetzt und ausdauernd gehalten wurden – ein fesselnder Gänsehautmoment.
Erwähnenswert ist das Duett von Marijke Schade und Sebastian Mahr, die sich „Seite an Seite“ ganz dem Titel von Christina Stürmer entsprechend den Zuhörern stellten. Am Klavier von Fabian Strahl begleitet lieferten sie eine saubere Gesangsleistung ab, über die sie sich zu Recht selbst freuen durften.

In beiden Konzerthälften aktiv blieb der Musikverein 1974. Zweifelsohne: Das Orchester wartet mit bemerkenswerten Instrumentalisten auf. Dass die führende Hand eines vitalen und sympathischen Dirigenten namens Dominique Civilotti viel zur Entwicklung in den vergangenen Jahren beigetragen hat, ist nicht zu verkennen. Ebenso wenig wie seine eigene musikalische Prägung aus der Zeit der Mannheimer Bläserphilharmonie, die Civilotti an die Schifferstadter Aktiven weitergegeben hat.
Schon die „Welcome Ouvertüre“ von Otto M. Schwarz forderte den Musikern einiges ab. Komponiert wurde das Stück begleitend zur Fußballweltmeisterschaft 2006 als Appell für einen friedlichen Wettstreit und Gastfreundschaft. Einen würdevollen Auftakt zum Neujahrskonzert kreierte der Musikverein nun in der Schulaula, brachte bravourös Bläser- und Schlagwerk zusammen und zeigte höchste Konzentration bei den herausfordernden Tempi- und Lautstärkewechseln.
Schlichtweg bezaubernd wirkte das Medley aus Mary Poppins-Filmmelodien, gewaltigen Eindruck hinterließ der John Miles-Kulthit „Music“, bei dem die Solo-Stimmen der einzelnen Instrumentengruppen bestens hervortraten und das Gesamtwerk berechtigter Weise mit jubelndem Applaus vom Publikum kommentiert wurde.

Von allen Zuhörern mit Spannung erwartet ist der Glanzpunkt am Ende aller Neujahrskonzerte: der gemeinsame Auftritt aller Mitwirkenden. Mit „Barbara Ann“ kam nochmals mächtig Schwung in die Aula und die Aktiven bewiesen, dass vereinsübergreifendes Miteinander in Schifferstadt bestens funktioniert.