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Berichte 2017

Hohes Niveau an Musikalität: Moderner Chor „Cantiamo“ des MGV Concordia und „The Chambers“ aus Köln begeisterten mit Pop und Klassik
Textbasis: Schifferstadter Tagblatt

Bild: Kurt Heberger

Mit einem begeisternden Konzert verschiedener Stilrichtungen zogen das Ensemble „The Chambers“ aus Köln und der moderne Chor des MGV Concordia „Cantiamo“ die zahlreich erschienenen Besucher am Samstagabend in der St. Jakobuskirche in ihren Bann.

„Virtuose Klänge & Die Macht der Stimmen“ – treffender hätte das Konzert nicht überschrieben werden können. Denn was das Ensemble „The Chambers“ und der moderne Chor „Cantiamo“ am Samstagabend zur Aufführung brachten, war „Kultur pur“.

Der sprichwörtliche Funke sprang bereits beim ersten Instrumentalwerk, dem Violine Concerto No. 2 „La Stravaganza“ von Antonio Vivaldi über, bei dem das Ensemble nicht nur mit enormer Klangfülle überraschte, sondern schon zu diesem Zeitpunkt hören ließ, dass hier Meister ihres Fachs aufspielen. Dieser Eindruck blieb auch im weiteren Konzertverlauf erhalten. Sensible Interpretationen und perfektes Zusammenspiel, höchste technische Perfektion in der Instrumentalbeherrschung und solistische Virtuosität zeichneten die jungen Musiker aus. Denn nicht umsonst sind sie die Stimmführer des bekannten Symphonieorchesters „Junge Philharmonie Köln“.

So überzeugten die Damen und Herren des Ensembles auch an diesem Abend als exzellente Solisten mit beeindruckender Fingergeläufigkeit, ließen sich aber auch genügend Zeit für eine musikalische Ausgestaltung der Finessen der dargebotenen Kompositionen: Sie vermittelten Feinfühligkeit bei dem Bach-Stück „Air“ und brachten den Melodienreichtum im weltberühmten „Walzer“ No. 2 von Dimitri Schostakowitsch zum Ausdruck, der als Inbegriff der schönen Tonfolge gilt. Die Gefühlspalette in der „Ungarischen Rhapsodie“ von David Popper reichte von Melancholie bis hin zu brillanten Czardasklängen, Camille Saint-Saens „Introduktion und Rondo Capriccioso“ erklang romantisch, spritzig und verspielt, die Eigenkomposition des Ensemblemitgliedes und Geigers Artem Kononov sowohl gefühlvoll als auch rasant. Eine Meisterleistung war auch die Aufführung der G-Fantasy“ von George Gershwin mit „Porgy & Bess“ und „Summertime“, bearbeitet von Ensemblemitglied Mark Gertsel (Bass). Versehen mit unzähligen Pizzikatis bildete sie einen facettenreichen Hörgenuss. Dem gegenüber stellten sie den interessant umarrangierten Beatles Song: „Eleanor Rigby“. Ein Stück aus „Schwanensee“ von Peter Tschaikowski rundete Ihr Repertoire ab.

Der moderne Chor „Cantiamo“ zeigte sich ebenfalls in Topform und konnte auf das unter Dirigentin Sarah Hickethier erarbeitete Repertoire zurückgreifen, das „The Chambers“einfühlsam mit einem instrumentalen Klangteppich unterlegten. Auch hinsichtlich der Intonation, Sprache und Dynamik wusste der moderne Chor gekonnt zu überzeugen. Auffallend war zudem die spürbare Freude und Begeisterung, mit der die Chormitglieder sangen. Dadurch wirkten die dargebotenen Lieder authentisch. Das steckte an und übertrug sich auf das Publikum.

Ihre klare Aussprache fiel bereits im imposant vorgetragenen „Junimond“ und Nenas „Wunder gescheh’n“ angenehm auf. Rhythmisch und im Gleichklang wurde auch der Titel „Every breath you take“ interpretiert. Schwungvoll aber auch innig sang „Cantiamo“ die Psalmvertonung „Ein neues Lied will ich dir singen“, passend akzentuiert und effektvoll den Song „Bad day, überzeugend auch der durch Bette Midler bekannte Titel „From a distance“. Überall hatte Sarah Hickethier, Diplomopernsängerin und Gesangspädagogin, gute Vorarbeit geleistet, die sich zudem als souveräne Gesamtchorleiterin präsentierte.

Stehende Ovationen und langanhaltender Applaus standen am Ende eines erfüllten musikalischen Abends. Gänsehautverursachende Wiedergaben der Titel „The rose“ und „Amazing grace“, in dem Sarah Hickethier als Solistin brillierte, beendeten das Konzert auf perfekte Weise.

 

Ehrenabend und Auszeichnung verdienter Mitglieder
Text: Georg Friedrich

Bild: Edwin Walter

Bei einem Ehrenabend hat der MGV Concordia in Schifferstadt langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Für den Vorsitzenden des Kreis-Chor-Verbands Südliche Rheinpfalz, Hans Hofmann, war es eine große Freude, zwei aktiven Sängern für 40-jähriges Mitwirken im Männerchor Dank und Anerkennung aussprechen zu dürfen. Gerhard Lill und Klaus Thomas sind die stolzen Jubilare.

Anschließend ergriff die Vorsitzende des MGV Concordia, Martina Fiolka-Zimmermann, das Wort und dankte den Jubilaren für ihr Engagement, denn Vereinsleben werde leider nicht mehr ganz so groß geschrieben in der heutigen Zeit. Doch ein Verein sei sowohl auf seine aktiven als auch auf die fördernden Mitglieder angewiesen, um überhaupt bestehen zu können. Sie dankte Gerhard Lill und Klaus Thomas ebenfalls für ihre 40-jährige Aktivität.

Als eine unvorstellbar lange Zeit bezeichnete sie die 70-jährige fördernde Mitgliedschaft von Hans Schwind. Der 88-jährige war lange Jahre auch aktiver Sänger und auch Wirt im Sängerheim.

Der Vorsitzenden war es eine sichtliche Freude, neben dem 70er Jubilar auch weitere fördernde Mitglieder ehren zu können. Rita Schuster und Karl-Heinz Maurer sind seit 25 Jahren dabei, Kurt Hammer sogar seit 40 Jahren.

Der Silberjubilar Gert Sabel war an diesem Abend leider verhindert, dessen Ehrung später nachgeholt wird. Feierlich musikalisch gestaltet wurde der Abend durch den Männerchor.

 

Mit Oktoberfest und Chorfestival ein besonderes Ambiente geschaffen
Text: Schifferstadter Tagblatt, 16. Oktober 2017

Prämierung der feschesten Dirndlträgerinnen

Anstelle eines Waldfestes veranstaltete der MGV Concordia vom 14.-15. Oktober in der Waldfesthalle ein zünftiges Oktoberfest und ein facettenreiches Chorfestival. Nach der erfolgreichen Premiere 2014 sollte nun ein zweites Oktoberfest die traditionelle Waldfestlandschaft bereichern.

Eine wunderschön blau-weiß dekorierte Festhalle im bayrischen Flair und viele Sängerinnen und Sänger in herrlichen Dirndln und Lederhosen verliehen dem Ganzen ein ganz besonderes Ambiente. Dazu warteten die Concordianer mit Original Münchner Spezialitäten auf: Münchner Leberkäs, Weißwurst mit Brezen, Wurstsalat, traditioneller Obatzda, leckere Haxen, gegrillte „Hendl“ und Pommes taten das Ihrige dazu. War der Zuspruch am Nachmittag zunächst schleppend, füllten sich die Reihen im Laufe des Abends und sorgten für ein vollbesetztes Haus. Die Begrüßung und Moderation hatte der „eingeheiratete“ Concordianer Thomas Rauschenberg übernommen, der humorvoll durch den Abend führte. Seine Aufwartung machte nicht nur der Rettichkönig Lukas I., sondern auch die Chorgemeinschaft Brühl unter Leitung von Hans Kämmerer, die mit bekannten Volks- und Trinkliedern erfreuten.

Zum ersten Mal fand ein Dirndlwettbewerb statt, aus dem Inge Engel-Handwerker als Gewinnerin hervorging. Ebenfalls Premiere hatte das Maßkrugstemmen, bei dem Peter Lehmann zum Sieger auserkoren wurde. Wer sich beim Feiern auch mal die Beine vertreten wollte, konnte dies vor der Festhalle beim Fußballdart spielen tun, bereit gestellt von Night Sports und betreut von Dirk Stamer. Hier sah man nicht nur Kinder und Jugendliche sondern auch einige Väter, die ihr Fußballtalent unter Beweis stellen wollten. Im Laufe des Abends sorgten auch der Vorderpfälzer Willi Brausch von den „Dubbeglasbriedern“ für gute Stimmung und DJ Matze, so dass bis Mitternacht zünftig gefeiert wurde.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen des Chorgesangs, da der MGV Concordia zu einem Chorfestival eingeladen hatte, an dem sich insgesamt 13 Chöre beteiligten. Dank einer abwechslungsreichen Liedauswahl konnten die Liebhaber der Chormusik insgesamt über sieben Stunden Schlager, Evergreens, Popmusik, Heimat- und Trinklieder sowie Film- und Musical- Melodien genießen. Dafür sorgten der große Männerchor mit den MGVs 1854, Concordia und Klein-Schifferstadt mit Solist Werner Leibig (Leitung: Pedro F. Lechner), der Frauenchor der Liedertafel 1903 Dudenhofen (Rainer Diehl), der gemischte Chor des MGV Eintracht Schifferstadt (Alexander Dietrich), der MGV Lyra Speyer (Dmitrij Koscheew), der MGV 1854 Böhl (Paul Hafner), der MGV Concordia Berghausen (Ulrike Müller), die Chorgemeinschaft Ruchheim 1975 (Lucia Lewczuk), der MGV 1886 Neidenfels (Pater Batzler), der MGV Harthausen „aCHORat“ (Timo Töngi), der GV 1845 Meckenheim „New Generation“ und der MGV 1873 Frohsinn Mutterstadt „Cantamus“ (beide: Achim Scheuermann). Die Moderation teilten sich die 1. Vorsitzende Martina Fiolka-Zimmermann und Thomas Rauschenberg.

Auch an diesem Tag wurde natürlich ausgiebig der kulinarischen Seite gefrönt, so dass am Abend die leckeren Haxen und der würzige Wurstsalat ausverkauft waren, ebenso das reichhaltig bestückte Kuchenbuffet. „Wir sind mit der Resonanz unserer beiden Veranstaltungen sehr zufrieden“, meinte dann auch Martina Fiolka-Zimmermann im Gespräch mit dem Schifferstädter TAGBLATT. „Die Stimmung war toll, es gab viel Gelegenheit, andere Chöre kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen“, fügte sie hinzu. Die vollbesetzte Waldfesthalle am Sonntagnachmittag habe den tollen Zuspruch und das Interesse an der Veranstaltung bestätigt. Es war ihr aber auch ein großes Anliegen, sich bei den über 70 Helferinnen und Helfern der Vereinsfamilie zu bedanken, die an allen Tagen für einen reibungslosen Ablauf sorgten. In ihre Dankadresse bezog sie ebenfalls die fleißigen Bäckerinnen mit ein, die aus den Reihen der Sängerinnen, Sängerfrauen und fördernden Mitglieder kamen.


Sängerfahrt des MGV Concordia in die Wachau
Text: Georg Friedrich

Am 10. Juni starteten 30 Sängerinnen, Sänger und Freunde zur 24. Sängerfahrt in die Wachau und nach Wien.

Auf dem Weg dorthin begann das Programm mit einer Stadtführung in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz.

Am darauffolgenden Tag stand der Besuch des Schlosses Schallaburg und des Stifts Melk auf der Tagesordnung. Schloss Schallaburg ist der bedeutendste Renaissanceprofanbau von Niederösterreich mit zwei Höfen, zwei Freitreppen, mächtigem Bergfried, Turnierhof, romanischer Unterkirche und riesigem Keller. Stift Melk, einer der bedeutendsten Barockbauten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs, gehört zum UNESCO-Welterbe und hinterließ mit seiner einzigartigen Bibliothek bei den Reiseteilnehmern einen bleibenden Eindruck. Zum Abschluss des Tages gab es eine zünftige Weinprobe im Hotel.

Der dritte Tag führte die Concordianer auf einer Rundfahrt durch das Alpenvorland nach Mariazell. Durch die Gnadenstatue „Magna Mater Austriae“ in der Basilika Mariä Geburt ist Mariazell der mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs. Kaffee und Kuchen bei einer Pause auf der Rückfahrt am Lunzersee rundeten den Reisetag ab.

Am nächsten Tag gab es nur ein Reiseziel: Wien. Schloss Schönbrunn, Stephansdom, Hofburg und Prater wurden u.a. besichtigt. Die malerische Altstadt lud zum Verweilen ein.

Am fünften Tag stand eine Rundfahrt durch die Wachau auf dem Programm. Die Orte Spitz, Dürnstein und Krems wurden ausgiebig erkundet.

Mit vielen schönen Eindrücken trat die Reisegruppe am 15. Juni die Rückreise, mit Zwischenstopp in Regensburg, an.

Sechs Tage voller Freude und bei bestem Wetter ließen den Wunsch nach der nächsten Fahrt in 2019 aufkommen. Alle sind gespannt, wo die Reise dann hingeht.

 

Mitgliederversammlung bestätigt reges Vereinsleben des  MGV Concordia
Textbasis: Schifferstadter Tagblatt, 29. April 2017

Auf ein erfolgreiches und arbeitsreiches Vereinsjahr, das ganz im Zeichen des 140-jährigen Bestehens stand, konnte die 1. Vorsitzende des MGV Concordia, Martina Fiolka-Zimmermann, in der gut besuchten Mitgliederversammlung am 25. April im Sängerheim zurückblicken: „Zählt man alle Feste und Aktivitäten zusammen, hatten wir 15 Veranstaltungen, einen Tagesausflug, neun Auftritte des Männerchors, acht des Frauenchors und sechs von Cantiamo, dem modernen Chor".

In Sachen Vereinsstatistik vermeldete Fiolka-Zimmermann aktuell 345 Mitglieder, darunter 27 Ehrenmitglieder, 26 Sängerinnen (Frauenchor) und 29 Sänger (Männerchor). In Cantiamo sind 39 Sängerinnen und Sänger aktiv. Zehn sind gleichzeitig im Männer- oder Frauenchor engagiert. Der MGV konnte 25 Neumitglieder gewinnen (sechs über das Eltern-Kindsingen "Zwergenmusik", 14 über „Cantiamo" und fünf fördernde Mitglieder). Demgegenüber stehen elf Austritte und leider fünf Verstorbene. Die Vorstandschaft selbst hat sich zu acht Sitzungen getroffen. Die Frauen der Sänger fanden sich sechs Mal zur geselligen Kaffeerunde im Sängerraum zusammen, was gut angenommen und von Veronika Walter organisiert wurde.

In ihrem Ausblick nannte Fiolka-Zimmermann, außer der Kooperation mit den Brudervereinen im Rahmen der Waldfest-Frühschoppenkonzerte, unter anderem die Mitwirkung des Männerchors beim Rettichfestsingen am 4. Juni, und die 6-Tagesfahrt, die in der Zeit vom 13. bis 18. Juni in die Wachau nach Österreich führen wird. (Interessierte können sich bei Traudel Schäfer, Telefon 3031, informieren und anmelden.)

Auf dem Terminkalender der Vereinsfamilie stehen außerdem die Durchführung des Oktoberfestes am Samstag, 7. Oktober und ein Freundschaftssingen am darauffolgenden Sonntag (beides in der Waldfesthalle), zu dem sich bereits 15 Chöre angemeldet haben. In diesem Jahr hat sich der MGV für diese Option entschieden, nachdem im letzten Jahr die Resonanz auf das Waldfest witterungsbedingt hinter den Erwartungen zurückgeblieben war.

Am 10. November findet der Ehrenabend statt. Gemeinsam mit dem Bruderverein MGV 1854 wird es am Sonntag, 12. November, in der Friedhofshalle am Waldfriedhof außerdem wieder eine Gedenkfeier für die Verstorbenen der Vereinsfamilie geben. Mit der Weihnachtsfeier am 10. Dezember und einem gemeinsamen Weihnachtsessen wird das Jahr beim MGV Concordia ausklingen.

Sarah Hickethier, die den Frauenchor und Cantiamo leitet, lobte in ihrem Jahresbericht die Leistungen des Frauenchors, der im vergangenen Jahr eine Vielzahl von Auftritten gemeistert hat. In diesem Jahr stehen die Arbeit an der Qualität des Klangkörpers sowie das Einstudieren neuer Stücke im Fokus. Damit werden wichtige Vorbereitungen für das Neujahrskonzert 2018 der KuS, an dem der Frauenchor mitwirken wird, getroffen.

Der moderne Chor Cantiamo ist nach Einschätzung von Hickethier zu einem etablierten Chor herangewachsen und entwickle sich sehr gut. Dieses Jahr wird sich Cantiamo unter anderem an der „Liedernacht der modernen Chöre" des MGV 1854 (am 26. August in der Waldfesthalle) beteiligen. In Planung sei auch ein Konzert mit den „Chambers", einem Solisten-Ensemble (Kammermusik) der Jungen Philharmonie Köln, das im November in der St. Jakobuskirche aufgeführt werden soll.

Die ebenfalls von Hickethier geleitete Eltern-Kind-Gruppe „Zwergenmusik" wurde gut angenommen. Bei jedem der Kurse hatten die (Groß)Eltern-Kind-Paaren 45 Minuten Gelegenheit zu singen und reimen, Orff-Instrumente zu spielen, Klanggeschichten zu gestalten und dies alles mit den passenden Bewegungen zu untermalen.

Die zweite Vorsitzende Traudel Schäfer verlas den Bericht von Thomas Herberich, der den Männerchor leitet und an diesem Abend beruflich verhindert war. Dieser bescheinigte dem Männerhor für das vergangene Jahr sehr gute Leistungen, so dass im nächsten Jahr wieder ein Konzert stattfinden könne. Da er in der Zeit von Mai bis August verschiedene Theater-Engagements habe, würden die Auftritte bei den Waldfesten von Pedro F. Lechner, dem Dirigenten des MGV 1854, geleitet. Die in dieser Zeit anfallenden Chorproben des Männerchors übernehme Sarah Hickethier.

Der Tagesordnung entsprechend, folgten die Berichte des Kassiers Jürgen Schmurr und des Kassenprüfers Hans Schneider, die zur einstimmigen Entlastung des Vorstandes führten.

Abschließend appellierte Martina Fiolka-Zimmermann an alle, weiterhin im Verein mitzuhelfen und sich einzubringen sowie neue Mitglieder zu werben, um die Zukunft des Traditionsvereins zu sichern.

 

Heißhunger auf Hausmacher Spezialitäten
Schlachtfest des MGV Concordia e.V. am 22. April in der Waldfesthalle

Bild: Georg Friedrich

Gute und deftige Kost ist nach wie vor beliebt: An die 300 Schifferstädter hatten viel Appetit mitgebracht zum Schlachtfest des MGV Concordia.
30 engagierte Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass jeder Gast seine individuell zusammengestellte Schlachtplatte genießen konnte. Wobei das leckere Wellfleisch in allen Variationen, die Leber-, Grieben- und nicht zuletzt Bratwurst nebst Sauerkraut und Brot keine Wünsche offen ließen.

Das Motto war „All you can eat“ - und so wurde auch reichlich nachgefasst. Schnell waren die Leckereien an die Besucher verteilt. Außerdem gab es frisch zubereitete Mett- und Schwartenmagenbrote. Auch die waren ruckzuck verzehrt. Abgerundet wurde das Angebot mit den bei Schlachtfesten traditionell angebotenen Hefekränzen. Natürlich hielten die Gastgeber vom MGV Concordia für Ihre geschätzten Gäste Verdauungsschnäpse bereit, um Völlegefühl gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Aber auch das Urteilsvermögen sollte nicht zu kurz kommen. Zu diesem Zwecke hatten die Gastgeber einen Schwartenmagen vorbereitet, dessen Gewicht durch die geneigte Teilnehmerschaft zu schätzen war. Gleich drei Personen lagen genau richtig, unter denen folgerichtig das kulinarische Schätzobjekt aufgeteilt wurde.

Da bekanntlich nach dem Fest vor dem Fest ist, laufen die Planungen und Vorbereitungen für das Concordia-Oktoberfest am 7. Oktober und das Freundschaftssingen am 8. Oktober mit ca. 13 Chören bereits auf Hochtouren.

 

Märchenhafte Fastnacht bei der Concordia
Text: Georg Friedrich

Bild: Georg Friedrich

Die Mitglieder und Freunde des MGV Concordia e.V. waren wieder außer Rand und Band bei der traditionellen Faschingsveranstaltung im Pfarrzentrum St. Jakobus. Bei ihrem fünfstündigen Programm zeigten sich viele Sängerinnen und Sänger von Ihrer närrischen Seite. Das diesjährige Motto lautete „Märchenfastnacht feiert heit, die Concordia Ihr Leit“. Märchenhaft und liebevoll war auch das Bühnenbild gestaltet. Erstmals moderierte, nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Martina Fiolka-Zimmermann, der frisch angeheiratete Concordianer Thomas Rauschenberg die Feier – und er machte es richtig gut.
Die KGS Schlotte stattete der Concordia traditionsgemäß einen Besuch ab. Der flotte Weltreise-Tanz der „Midis“ begeisterte die Gäste.
Der Fastnachtallrounder Helmut Schießl hatte mit dem „Laddezaun“ die erste Büttenrede im Programm.
Dann konnten sich alle von der Gesangs-Qualität der Concordia-Männer (Werner Magin, Matthias Mayer, Lothar Welte, Jürgen Schmurr, Helmut Schießl und Robert Köhler) überzeugen. Mit ihren Liedern kam gleich der ganze Saal in Fastnachtschwung.
Robert Köhler sorgte natürlich auch wieder mit seinen Schunkel- und Stimmungsliedern zwischen den Vorträgen für beste Stimmung.
„Einmal anders“ gestaltete sich der Rotkäppchen-Sketch, witzig und unterhaltsam vorgetragen von Petra Strehl, Ilona Rauschenberg, Martina Huber, Josi Steiger, Nicole Hornung, Martina Fiolka-Zimmermann und Robert Kupper.
Sogleich folgte ein weiterer Höhepunkt. Die „Asynchron-Schwimmer“ strapazierten die Lachmuskeln auf das Äußerste – man merkte, dass die Nummer mit ihren tollen visuellen Effekten bestens von Martina Huber einstudiert war. Darsteller: Martina Huber, Angelika Schatz, Sabine Sold, Doris Fuchs, Robert Kupper, Helmut Schießl, Stefan Schehlmann und Ferdinand Bund.
Traudel Schäfer und Monika Schneider präsentierten dann ihr „Bauer sucht Frau“ in sehr lustiger und spontaner Weise.
Die „Concordia-Jugend“ (Petra Strehl, Ilona Rauschenberg, Martina Fiolka-Zimmermann, Martina Huber, Josi Steiger, Jenny Werner, Eva Stedler, Nicole Hornung, Georg Friedrich und Nick Vollweiler) hatte einen wunderbaren Zwergentanz unter Leitung von Jenny Werner einstudiert, in dem ein bärtiges Schneewittchen für allgemeine Verwirrung sorgte. Spätestens bei der Einlage „Ich und mein Holz“ war die Narrenschar voll dabei.
Robert Kupper war der „gute Schneider“ der es schaffte, Thomas Rauschenberg einen Anzug zu verpassen, der erst richtig saß, als er aussah wie der Glöckner von Notre Dame. „Seine Frau“ Traudel Schäfer sorgte immer wieder für Nachbesserungen durch den Schneider, bis der Anzug so perfekt war.
Martina Fiolka-Zimmermann hatte zu später Stunde noch eine witzige Urlaubserzählung parat, bevor die Schlotties der KGS mit ihrem Tanz den Saal zum Kochen brachten.
Mit allen Akteuren auf der Bühne und dem Finalgesang zu „Hände zum Himmel“ und „Tage wie diese“ endete der offizielle Teil – natürlich mit dem Dank an diese, und vor allem auch an alle sichtbaren und unsichtbaren Helfer im Hintergrund.
Mit Musik von Robert Köhler wurde bis in den frühen Morgen getanzt.

 

Mit Klanggewalt und Präzision durch die Musikwelt | KULTUR- UND SPORTVEREINIGUNG 20. Neujahrskonzert vor ausverkaufter Schulaula
Textbasis: Schifferstadter Tagblatt, 11. Januar 2017

Handharmonika Freunde, Projektchor (von MGV Concordia und MGV 1854) und Cantiamo unter der Leitung von Sarah Hickethier

Einen angenehmen Stimmungsbogen spannten die Mitwirkenden des 20. Neujahrskonzertes der Kultur- und Sportvereinigung am frühen Sonntagabend über das Publikum in der Aula des Denis-Schulzentrums. Das Programm hatte bereits im Vorfeld für enormen Zuspruch gesorgt.
Ausverkauft war die Veranstaltung und wer sich zum Zuhören entschlossen hatte, durfte sich zum einen an zwei Premieren, zum anderen am harmonischen Wohlklang aller Beteiligten erfreuen.

Gut gelungen war die Mischung im Jahr des kleinen Jubiläums. Mit den Handharmonikafreunden saßen Vertreter eines traditionellen Instrumentalvereins auf der Bühne. Auch optisch ergab sich ein schönes Gesamtbild in Kombination mit den Chören, die sich die erste und zweite Halbzeit teilten.

Sowohl der Projektchor, den der MGV Concordia und der MGV 1854 aufgestellt haben, als auch der Moderne Chor des MGV Concordia - mit dem prägnanten Namen „Cantiamo“ - zeigten sich zum ersten Mal vor großem Publikum. Beide überzeugten mit ihren Interpretationen von Liedern, die sowohl vom Entstehungsdatum her als auch von der Stilrichtung und dem Länderbezug her breit angelegt waren. Mit schwungvoller Motivation belegten die Handharmonikafreunde gleich zu Beginn, dass Musik für sie wahrlich Trumpf ist. Das Arrangement ihres musikalischen Leiters Roland Söhner kam lebendig und engagiert daher, so dass das Publikum in der Aula bestens auf die bevorstehenden zwei Konzertstunden vorbereitet wurde.

Mit Stimmgewalt und Gewissenhaftigkeit im Ausdruck löste der Projektchor kurz darauf stürmischen Beifall aus. Gerechtfertigt war dieses deutliche Lob der Zuhörer angesichts einer voluminös klingenden, jovialen und wirkungsvollen Umsetzung des Liedes „Jerusalem“, das durch den sauberen, klaren Klang des Tenor-Solisten Hermann Magin zusätzlich bereichert wurde.

Der alte Klassiker des amerikanischen Komponisten Stephen Adams erreichte durch Fritz Ihlau in Deutschland einen beliebten Stellenwert im Chor-Gesang. Begeistert waren die Besucher des Neujahrskonzertes von der Umsetzung des Projektchors, der unter der Leitung von Thomas Herberich bewies, dass mit der Bündelung stimmlicher Kräfte Meisterhaftes entstehen kann.

Sich an modernere Zeiten herangewagt zu haben zahlte sich für „Cantiamo“ aus. Dass die mitwirkenden Frauen und Männer gemeinsam mit ihrer Leiterin Sarah Hickethier intensiv an der Präzision beim Vortrag gefeilt haben, wurde schnell deutlich. Verständlich kamen selbst die englischsprachigen Texte beim Publikum an, exakt waren die akzentuierten Einsätze. Die hohe Konzentration war dem Chor anzumerken, was mitunter ein wenig zu Lasten der Emotionalität ging, die gerade bei Beiträgen wie dem Bette Midler-Stück „From a Distance“ oder der Don Besig-Komposition „Say it with a song“ die ergreifende Wirkung ausmacht.

Auf einem guten Weg ist „Cantiamo“ aber, das hat der Moderne Chor deutlich bewiesen. Das gleiche gilt für den Projektchor der Männer, die angesichts der bunten Melodienmischung – von Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne“ bis zur Chorbearbeitung des Vangelis-Klassikers „Conquest of Paradise“ – ihre Anpassungsfähigkeit im Umgang mit unterschiedlichen Vortragsansprüchen unter Beweis stellten.

Georg Metz am Flügel zeigte Flexibilität beim Einsatz für beide Chöre, untermalte in passender Weise – mal dezent, mal nachdrücklich – die Gesangsvorträge.

Die musikalische Weltreise, die der Vorsitzende der KuS, Wolfgang Knobloch, zu Beginn angekündigt hatte, wurde vor allem bei den Handharmonikafreunden deutlich. Die nämlich nahmen die Zuhörer mit nach Spanien mit einem rassigen „Espana Cani“, in die USA mit einem mitreißenden Glenn Miller-Medley oder nach Griechenland mit einem lebhafttänzerischen „Zorbas“. Saubere Wechsel zwischen rassigen Kosaken-Rhythmen und schwingendem Drei-Viertel-Takt glückten bei einem Ausflug an die Wolga.
Das persönliche Glück durften die Gäste des Neujahrskonzerts sogar mit nach Hause nehmen – nicht nur durch die Erinnerung an ein nachhaltiges, gelungenes Neujahrskonzert, sondern auch in Form eines kleinen Schornsteinfegers, den die Vertreter dieser Zunft – Bezirksschornsteinfegermeister Ottmar Spies und sein Sohn Markus – allen persönlich überreichten.